Hardline

 

Der Film alleine ist zweifelsohne großartig gemacht – und nicht weniger aufwändig als mancher Action-Thriller aus dem Kino. Und auch die Geschichte kann sich sehen lassen.

Wer den Hardliner markieren will - nur zu! Die Testergebnisse jedenfalls brachten geradezu hysterisch unterschiedliche Diagnosen, die möglicherweise auch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften dazu inspirierten, das Spiel schnell unter dem Ladentisch verschwinden zu lassen, zumal hier virtuell auf menschliche Gegner geschossen werden soll.

Ein düsteres Szenario, aber ohne Konflikt ist auch keine Handlung möglich: Die Welt wird beherrscht von mordenden Sekten, und der jugendliche Held, ein leidenschaftlicher Hubschrauber-Pilot, bekommt einen telefonischen Hilferuf, während er noch mit dem Verdauen seiner Nahrung beschäftigt ist.

Seine Hilfe kommt zu spät, das Mädchen ist tot, und kurze Zeit später ist es auch sein Hubschrauber, der von unserem Helden zutiefst betrauert wird. Action-Szenen und Adventure-Parts mischen sich – ohne Code führt das ewige Geschieße jedoch schnell in eine Sackgasse. Seine Traumfrau trifft unser Held in voller Rüstung und mit gezückter Schusswaffe. Er hat die Möglichkeit, sich zu wehren oder den Anweisungen Folge zu leisten.

Über kurz oder lang werden die beiden natürlich ein Paar, und unser Held kann gleich in der ersten Nacht wählen, ob er sich auf seine eigene Matratze oder auf die des Mädchens stützen soll, Letzteres allerdings bringt ihm einen amüsanten Rüffel ein...

Die interaktiven Szenen sind aus der Sicht des Spielers gefilmt, man steuert den Schützen also nur indirekt. Bei einem Verhör wird er animiert, sich zu setzen. Man kann es tun – oder rebellisch auftrumpfen, was in diesem Fall mehr Eindruck macht. Zwischendurch kommen ihm immer wieder Erinnerungen an seinen geliebten kleinen Bruder, der in seiner Kindheit bei einem Autounfall starb, in dem er selbst verwickelt ist. Wie sich herausstellt, hat dieser Unfall rätselhafte Fähigkeiten verursacht – unser Held kann bloße Gedanken Wirklichkeit werden lassen, und der vermeintlich tote Bruder ist ein intelligenter Computer geworden, der hinter dem ganzen Sektengehabe kauert und unserem Helden im Showdown gegenüber steht. Schmeichelnd bietet der kleine Bruder Halbe-halbe bei der Weltherrschaft. Wird unser Held annehmen...?

3 randvolle CDs sind nicht zuwenig, und Spielspaß ist garantiert. Etwas bedauerlich sind der hohe Schwierigkeitsgrad der Action-Sequenzen und die begrenzte Anzahl der verschiedenen, immer wieder kommenden (untoten?) menschlichen Gegner. Eine Champions-League-Qualifikation hat sich „Hardline“ redlich verdient.

Wertung: 80%

 

Presse:

 

"Atemberaubend! Einer der wenigen guten interaktiven Actionfilme!" (PC Games)

"Wüste Ballerorgie! Die Spieltiefe ist so flach wie Ostfriesland! Gelungene Mischung aus Grafik und Realfilm!" (PC Spiel)

"Spektakel, nicht gerade hollywood-like, leider hat die Grafik-Engine manchmal Probleme, recht spannend und effektvoll!" (PC Action)

"Die Videos sind technisch professionell gemacht, nur das Spiel selbst ist halt ein wenig zu kurz gekommen!" (PC Player)

"Klingt aufregend, ist es aber nicht! Kinoreife Geschichte! Atmosphärisch dicht! Schon nach kurzer Zeit beinahe unspielbar schwer!" (PC Joker)

"Cryo hat nichts dazu gelernt! Stupides Spiel, optisch grandios. Die Story gehört zu den wenigen motivierenden Aspekten!" (Power Play)

"Mäßig interaktive Szenarien! Technisch recht solide, inhaltlich auf Serientrash-Niveau!" (TV Spielfilm)

"Dutzendware. Das Spieldesign erreicht nicht annähernd das Niveau der Videos und die Rätsel sind allzu dürftig ausgefallen!" (PC Xtreme)

 

77% (PC Games)

75% (PC Power)

73% (PC Action)

61% (PC Joker)

61% (Power Play)

3 von 5 (PC Spiel)

2 von 5 (PC Player)

45% (PC Xtreme)

 

 

 

 

 

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