Editorial

  

 

 

Der Interaktive Film feierte seine Glanzzeit von 1993 bis 1997, seither taucht er nur noch vereinzelt auf. Einige dürften noch über das Internet erhältlich sein, andere wurden sogar von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften indiziert. Interaktive Filme sind teuer in der Herstellung und bei den Kritikern weitgehend unbeliebt. Ein weiteres Hauptmanko bildete die oft zu hoch angesetzte Dauer der Zwischense­quenzen, viele waren zu simpel zu lösen und zu schnell durchgespielt. Die paar Filme zum Spielen, die von den Kritikern zumindest zum Teil gelobt wurden, lassen sich an einer Hand abzählen – wesentlich häufiger gab es jedoch umso heftigere Verrisse. Das letzte Wort aber hatte der Käufer, der sich insgesamt leider auch nicht viel begeisterter als die Herren Kritiker gab. 

Heutzutage sind andere Genres gefragt. Dennoch verdient das Thema aufgrund seines experimentiellen Charakters nochmal in Erinnerung gerufen zu werden. Bei Gurken wie „Last Dynasty“ kann man streiten, ob eine Einteilung ins Genre angebracht wäre oder nicht. Andere hier nicht aufgezählte waren sofort wieder aus den Läden verschwunden – eigentlich eine traurige Sache. Genug geheult, vielleicht kehrt der Interaktive Film eines Tages zurück...

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